Testung und Behandlung unverträglicher Substanzen - eine Zwischenbilanz -
Grundgedanken:
Wenn man medizinhistorisch nachliest, stößt man sehr schnell auf das Phänomen, dass die Schulmedizin offenbar in den vergangenen Jahren immer wieder große Probleme hatte, die ganz unterschiedlichen körperlichen Symptome, die mit der Immunreaktion gegenüber allergischen Substraten zusammenhängen, zu erklären und begrifflich einzuordnen.
Die tägliche Praxis zeigt, dass es bei der Kontaktnahme mit einem allergisierenden Stoff ganz individuell zu milden bis heftigen, zeitlich kurzen bzw. zeitlich verzögerten Reaktionen kommen kann, ohne dass zwischen der Dosis des Substrates und der Heftigkeit der Reaktion ein direkter Zusammenhang bestehen muss. Ein typisches Beispiel hierfür bilden der anaphylaktische Schock als eine lebensgefährliche Sofortreaktion und die Neurodermitis als Ausdruck einer verzögerten Reaktion des Organismus auf allergisierende Substanzen. Bei dem Neurodermitiker wirken hohe Allergen-Konzentrationen wohl belastend aber nicht lebensgefährlich. Dagegen können kleinste Allergen-Konzentrationen bei bestimmten allergischen Erkrankungen schon schwere anaphylaktische Schockreaktionen auslösen. Zu diesen Fragestellungen bestehen unterschiedliche Denkmodelle:
Biochemisches Modell:
Die Modellvorstellung der Schulmedizin enthält zur Zeit eine ausschließlich biochemische Definition der allergischen Phänomene. Danach ist eine allergische Reaktion mit dem Nachweis von Antikörpern im allergisierenden Organismus verbunden und einer dadurch bedingten Überreaktion des Immunsystems bei Kontakt mit bestimmten Allergenen. Die beim Test angebotenen Allergene werden als hoch verdünnte Substanzen in Form von Haut- oder Inhalationstesten angeboten und führen dann zu diskreten allergischen Reaktionen, die entsprechend in der Diagnostik ausgewertet werden können.
Übersehen bzw. nicht definiert werden bei dieser Modellvorstellung die ungezählten Affektionen der Haut, die aufgrund ihres klinischen Verlaufes sehr deutlich auf eine allergische Genese hindeuten, die vielfachen chronischen Schmerzsyndrome mit ihrem plötzlichen Verschwinden nach Entfernung des unverträglichen Stoffes (Schwermetalle!) und die ebenfalls vielfachen Verdauungsstörungen mit sofortiger Besserung nach der Karenz der unverträglich getesteten Nahrungsmittel. In diesen Fällen sind spezifische Antikörper häufig gar nicht nachweisbar, obwohl die Symptome eindeutig auf ein allergisches Geschehen hindeuten.
Gerade auf diesem ungeklärten Terrain haben die Naturheilverfahren und insbesondere die Diätetik mit ihren Erfahrungswerten in der Vergangenheit große Leistungen vollbracht. Sie konnten bislang, entgegen der Schulmeinung, den allergieverdächtigen Patienten, bei denen die üblichen Allergietestungen kein Ergebnis erbracht hatten, aufgrund ihrer verschiedenen Nahrungsmittel-Karenz-Programme und Konstitutionstherapien immer wieder in ihrer Krankheitssymptomatik eine wesentliche Linderung verschaffen. Das Dilemma, in dem sich die Schulmedizin mit ihrem ausschließlich biochemisch definierten Begriff "Allergie" befindet, wird besonders verdeutlicht durch die Schwierigkeit, die aufgefundenen Allergene folgerichtig auf biochemischem Wege zu eliminieren. Die einzigen Antworten bestehen in der Verordnung immunsupressiv wirkender Medikamente (z.B. Steroide) mit all ihren bekannten, langzeitig unabwägbaren Nebenwirkungen sowie die Hyposensibilisierung das Organismus durch Verabreichung des Allergens in kleinsten Dosen.
Die Hyposensibilisierungs-Behandlung sieht sich 2 Problemen gegenüber:
- da der Kontakt mit dem Antigen unter Umständen lebensbedrohliche Reaktionen auslösen kann, muss man kleinste Antigenmengen verwenden, bei denen diese Gefahr nicht besteht. Sie liegen in einem Bereich, in dem eine optimale Stimulation des Immunsystems eigentlich nicht möglich ist.
- da keine Klarheit darüber besteht, was im einzelnen für die Entstehung der allergischen Symptome verantwortlich ist, weiß man noch nicht, was man mit der Therapie im Immunsystem verändern möchte. Bislang ist es nicht gelungen, einen der üblichen Immunfunktionsparameter wie den Anstieg von antigenspezifischen Antikörpern der Klasse IgG, den sog. "blockierenden" Antikörpern, oder die Stimulierbarkeit von Lymphozyten mit dem klinischen Therapieerfolg zu korrelieren. Entsprechend gibt es keine Laboruntersuchungen, die den Erfolg oder Misserfolg der Therapie erkennen lassen.
In dem kybernetisch geregelten Organismus gibt es offenbar einen fließenden Übergang zwischen lediglich unverträglichen Substanzen und den eigentlichen Allergenen (Antigenen). Die unverträglichen Substanzen sind physikalisch nachweisbar mit entsprechenden vegetativen Symptomen, haben aber aus unbekannten Gründen noch nicht zu einer Antikörperbildung mit entsprechender Veränderung der Immunologie geführt. Die Allergene (Antigene) weisen dagegen über ihre physikalische Nachweisbarkeit hinaus zusätzliche charakteristische biochemische Veränderungen (Antikörper) auf.
Die These, daß es sich bei den Unverträglichkeits- bzw. Allergie-Reaktionen um das gleiche Reaktionsmuster mit fließenden physikalisch-biochemischen Übergängen handeln könnte, wird erhärtet durch die Tatsache, daß es mit der MORA-Testmethode möglich ist, in einem hohen Prozentsatz sowohl unverträgliche wie auch allergisierende Substrate herauszutesten. Im Gegensatz dazu sind im Rahmen der bekannten biochemischen Untersuchungsmethoden viele physikalisch getestete Intoleranzen häufig nicht nachweisbar (RAST-Test).
Wie wichtig diese ausschließlich physikalisch nachweisbaren Intoleranzen (Unverträglichkeiten) für die spätere Allergiebehandlung sind, zeigt sich daran, daß es nach der Karenz dieser Substanzen und der entsprechenden MORA-Therapie nach und nach zu einer Veränderung des klinischen Bildes mit einer zunächst symptomatischen und später grundlegenden Besserung der Allergieproblematik kommt, ohne daß sich interessanterweise die im RAST-Test bestimmten Antikörper ändern müssen.
Dabei hat sich gezeigt, daß im Gegensatz zu der Bewertung der Schulmedizin, die die herausgefundenen Allergene als gleichwertig und nebeneinander stehend ansieht, nach den Erfahrungen der biokybernetischen Medizin eine Hierarchie der Intoleranzen / Allergene besteht:
Ausgehend von einem ersten Allergen (Verursacherallergen) gesellen sich mit zunehmender Sensibilität nach und nach weitere Allergene (Auslöserallergene) hinzu, die dann in der Summe zu einer immer größeren Palette von Unverträglichkeiten /Allergien führen, mit dem dramatischen Ergebnis, daß viele Patienten schließlich auf praktisch alle allergieauslösenden Substrate reagieren bis hin zu dem überall vorkommenden Hausstaub etc.. Die Erfahrung zeigt weiter, daß nach dem Auffinden des Verursacherallergens und dessen sorgfältiger Ausschaltung die weiteren Allergene als Allergieauslöser immer mehr an Bedeutung verlieren, bis schließlich der Körper nicht mehr unverträglich auf sie reagiert.
Offenbar spielen die Disposition (Vererbung) aber sehr häufig auch die permanente Zufuhr einer bestimmten Belastung - wie Grundnahrungsmittel, Zahnmetalle, Umweltgifte, Elektrosmog etc. - gemeinsam mit anderen Umweltbelastungen die entscheidende Rolle bei der Sensibilisierung des Organismus gegenüber einem unverträglichen / allergisierenden Substrat, die dann immer mehr das Regelkreis-System belasten und über diese Fehlsteuerung zur Entstehung weiterer Unverträglichkeiten / Allergien führen.
Modell des bioelektronischen Terrains:
Einen hochinteressanten Denkanstoß für die Erklärung des Phänomens der Unverträglichkeit / Allergie stellen sicher die Untersuchungen von Morell und Rasche dar. In langen Untersuchungsreihen mit der Methodik der bioelektronischen Terrainanalyse nach Vincent (BE-T-A) hat sich gezeigt, daß das Biosystem als offenes System gegenüber der Umwelt optimal reagiert, wenn es über genügend Protonen und Elektronen verfügt.
Bei dieser physikalischen Untersuchungsmethode, in der die drei Körpersäfte Blut, Speichel und Urin bezüglich des pH-Wertes, des Redoxpotentials und des elektrischen Widerstandes der Flüssigkeiten untersucht werden, wird durch den mathematischen Vergleich dieser Messgrößen aus den einzelnen Säften das biologische Terrain und damit den Gesundheits- / Krankheitszustand des Organismus bestimmt. Der pH-Wert ist ein Ausdruck der Ionen-Konzentration und damit der Protonen, das Redoxpotential dagegen das Maß der in einer Flüssigkeit befindlichen Elektronen. Die Elektronenzahl befindet über die Reaktionsfähigkeit der einzelnen Moleküle.
Nach der Definition dieser Methodik ist das gestörte bioelektronische Terrain die Ursache aller Erkrankungen. Dabei verlangsamt eine verminderte Elektronenzahl die Reaktionsfähigkeit der Atome bzw. Moleküle bis hin zur Ablagerung nichtreagibler Substrate in das Fett- und Bindegewebe des Körpers. Es kommt bei der Behandlung darauf an, das gestörte Terrain durch Substitution von fehlenden Protonen und Elektronen in Form von Mineralien, Vitaminen, diätetischen Maßnahmen etc. soweit in die Norm zurückzuführen, dass damit den Krankheiten gewissermaßen der Boden entzogen wird.
Nach diesen Vorstellungen ist generell darauf zu achten, dass dem Organismus zu jeder Zeit Lebensmittel zugeführt werden, die viele Protonen, aber auch viele Elektronen enthalten. Durch Konservierungsvorgänge unserer Lebensmittel, so Rasche, werden leider auf chemischem Wege so viele Elektronen zu Gunsten der Oxidierung und der bezweckten Verbesserung der Haltbarkeit entzogen, daß diese Nahrungsbestandteile im Darm nur eingeschränkt biochemisch reagieren und damit nicht optimal verstoffwechselt werden können. Sie werden vermehrt in den Speichergeweben eingelagert. Der Körper scheint nun gegenüber diesen eingelagerten, nichtreagiblen Atomen (Molekülen) nach und nach eine Aversion zu entwickeln, die sich zunehmend entsprechend der Disposition als Unverträglichkeit bzw. Allergie ausdrückt. Die Ausleitung dieser nichtreagiblen Substrate durch Nutzung des Resonanzphänomens (MORA-Therapie) führt zu einem Nachlassen der klinischen Allergie-Symptome
Stoffspezifische elektromagnetische Schwingungen, die diesen abgelagerten Atomen exakt entsprechen, können nach der MORA-Hypothese in Resonanz mit derartigen Substanzen treten. Im Rahmen der MORA-Therapie führen derartige stoffspezifische Schwingungen in invertierter Form dazu, dass die molekularen Brückenbindungen im Gewebe gelöst und die unverträglichen Atome (Moleküle) im Rahmen des verbesserten Stoffwechsels ausgeschieden werden können.
Die Tatsache, dass das vorher physikalisch unverträglich getestete Substrat (zum Beispiel Milch) nach mehreren MORA-Behandlungen bei gleichzeitig nachlassender Allergiesymptomatik messtechnisch nicht mehr nachweisbar ist (MORA-Diagnostik), scheint das Denkmodell des bioelektronischen Terrains mit der Reaktionsfähigkeit der Atome in Abhängigkeit von der Elektronenzahl und die engsten physikalisch-biochemischen Zusammenhänge zu bestätigen.
Um den Konflikt um die Begriffsbestimmung des Wortes „Allergie" zu entschärfen, möchte ich den Vorschlag machen, alle allein physikalisch getesteten - also biochemisch (RAST-Test) nicht nachweisbaren - unverträglichen Substanzen als Intoleranzen oder Unverträglichkeiten zu bezeichnen, im Gegensatz zu den biochemisch nachweisbaren Allergenen (Antigene).
MORA-Allergie-Diagnostik:
Aufgrund der Forschungsergebnisse mit dem Medikamententest nach Voll entwickelte Morell 1985 den Allergietest.
Das Verfahren beruht darauf, daß dem Organismus statt der eigentlichen Substanzinformation (A) die invertierte Substanzinformation (Ai) der auf Intoleranz /Allergie verdächtigten Substanz im Messkreis angeboten wird. Auf die pathologische Information selbst würde der Akupunkturmesspunkt aufgrund der Belastung mit einer Messwertverschlechterung reagieren. Durch die Invertierung dieser Substanzschwingungen kommt es aufgrund der entlastenden Wirkung zu einer Messwertverbesserung des vorher pathologisch gemessenen Akupunkteur-Punktes und damit zu einer signifikanten Ja-Nein Aussage am Messpunkt.
Durch Messungen dieser stoffspezifischen Schwingungen in verschiedenen Verstärkungen lassen sich sehr elegant Aussagen über die Hierarchie und den Belastungsgrad des entsprechenden Stoffes auf den Organismus treffen.
Im Gegensatz zu der Testung mit biochemischen Präparaten (Haut- oder Inhalationstest), die einer pharmazeutischen Vorbereitung (Fabrikpräparate) bedürfen, sind bei der MORA-Testung alle nur denkbaren Substanzen ohne Vorbereitung sofort zu testen. Damit ist der Therapeut nicht auf standardisierte Produkte angewiesen und kann die individuell vom Patienten angewendeten Nahrungsmittel, Kosmetika, Textilien, Zahnmetalle u.a. direkt in den Testvorgang einbringen.
Mittlerweile steht eine Interface der Fa. Med-Tronik zur Verfügung, in dem die Schwingungen von Nahrungsmitteln, Metallen, Pilzen, Medikamenten, Nosoden u.a. abgespeichert sind und mit Hilfe eines PCs in den MORA-Messkreis eingebracht werden können.
Der besondere Wert der Allergietestung nach Morell besteht darin, dass sie die einzige Testmethode auf Intoleranz / Allergie darstellt, bei der der Körper nicht provoziert sondern während des Testvorganges entlastet wird. Die Testmethodik und die spätere Behandlung sind praktisch schmerzfrei und damit auch bei Kindern und sensiblen Erwachsenen problemlos durchführbar. Die Möglichkeit der physikalischen Testung erlaubt die Untersuchung zahlreicher Substanzen in einer sehr kurzen Zeitspanne.
MORA-Allergie-Therapie:
Nach der Austestung der Intoleranzen erfolgt die Behandlung. Die gefundenen Substrate werden mit Ai (invertiert) mit definierten Verstärkungen und Filtereinstellungen des Gerätes dem Patienten aufgeschwungen. Durch die phasengleich und invertiert modulierten Allergenschwingungen kommt es zu einer Abschwächung der ursprünglichen Allergenschwingungen im Patientenkörper, der nun seine Möglichkeiten optimiert, die im Gewebe residenten Allergene auszuscheiden und damit die Sensibilität des Immunsystems auf die Allergeninformationen zu vermindern.
Die Behandlung mit den ausgetesteten Allergenschwingungen wird 14-tägig über mehrmals durchgeführt. Dann erfolgt eine Nachtestung der herausgefundenen Intoleranzen / Allergene mit der Entscheidung, inwieweit die Behandlungen weiter fortgesetzt werden müssen. Solange ist unbedingt eine Karenz der herausgetesteten Mittel einzuhalten.
Es muss bei dieser Gelegenheit festgestellt werden, dass die hier beschriebene MORA-Test- und Therapiemethode der Allergiebehandlung gut funktioniert mit ausgezeichneten Langzeitergebnissen, besonders bei Kindern und jungen Erwachsenen ohne zusätzliche chronische Erkrankungen.
Bei älteren bzw. multimorbiden Patienten reicht diese Test- und Behandlungsmethode zur dauerhaften Krankheitsbesserung allein nicht aus. Bei diesen Patienten bestehen immer neben dem Phänomen der Allergie andere den Organismus hemmende und sogar blockierende Einflüsse, die erkannt und nach Möglichkeit ausgeräumt werden müssen (z.B. der Säure-Basen-Haushalt). Nur dann kann ein dauerhafter Behandlungserfolg erzielt werden. Mit einfachen „Küchenrezepten per Knopfdruck“ allein lassen sich chronische Krankheiten nicht erfolgreich behandeln. Die Kombination, bestehend aus einer Behandlungsstrategie, die den Körper stützt und in seiner allgemeinen Reaktionsfähigkeit verbessert, in Verbindung mit der MORA-Allergie-Testung und -Therapie, bringt die guten Ergebnisse. Für diese Konstitutionstherapie vor und während der Allergiebehandlung bietet das MORA-Gerät mit seiner großen Auswahl an Behandlungsmöglichkeiten die besten Voraussetzungen
Die faszinierende Möglichkeit, körperschonend sowohl unverträgliche als auch immunologisch beeindruckende, also allergisierende Substanzen in einem einfachen, zeitlich praktikablen Verfahren im Sinne einer Ja-Nein-Aussage herauszutesten, die Hierarchie dieser verdächtigen Substrate zu erkennen und durch eine Karenz und die MORA-Therapie gemeinsam abzubauen, eröffnet einen vollkommen neuen Zugang zu der Beherrschung dieser schwerwiegenden Krankheitsform.
Dr. med. Eckart Herrmann, Facharzt für Innere Medizin